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Wie Medikamente benannt werden

Ein auf dem Markt erhältliches Medikament kann bis zu vier verschiedene Bezeichnungen haben: eine chemische Bezeichnung, eine Firmenbezeichnung, eine generische Bezeichnung und einen Markennamen.

Eine chemische Bezeichnung wird vergeben, wenn eine neuartige chemische oder biologische Substanz entwickelt wird. Die chemische Bezeichnung ist ein wissenschaftlicher Name, der auf der chemischen Struktur des Präparats basiert und fast nie zur Benennung des Medikaments in der klinischen Forschung oder im Umfeld des Vertriebs benutzt wird.

Ein Unternehmen, das ein neues Medikament entwickelt, ordnet diesem zwecks Identifizierung innerhalb des Unternehmens einen Firmencode zu, der vor der Vergabe einer generischen Bezeichnung benutzt wird. So zum Beispiel ist CDP870 die Firmenbezeichnung von UCB für Cimzia®.

Die generische Bezeichnung wird allgemein zur Identifizierung eines Medikaments im Verlauf seiner klinischen Nutzungsdauer eingesetzt. Diese Bezeichnung ist auch als dessen internationaler Freiname oder INN (International Non-proprietary Name) bekannt. INNs erleichtern die Identifizierung pharmazeutischer Substanzen oder aktiver pharmazeutischer Wirkstoffe. Jeder INN ist ein einzigartiger Name, der weltweit anerkannt wird und öffentliches Eigentum ist. Ein INN wird von der Weltgesundheitsorganisation zugewiesen.

Ein Unternehmen, das ein Medikament patentiert, gestaltet normalerweise auch dessen Markennamen, seine Handelsbezeichnung oder sein Warenzeichen. Dem Warenzeichengesetz zufolge ist dieser Name Eigentum derjenigen Firma, die die ausschließlichen Nutzungsrechte innehat. Medikamente werden oft mit einem eingetragenen Warenzeichen gekennzeichnet, zum Beispiel Cimzia®, Keppra® oder Neupro®. Ein Medikament kann mehr als einen Markennamen tragen.