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Bakteriell Vaginose

Die bakterielle Vaginose macht sich meistens nur durch wenige Symptome bemerkbar:

  • unangenehmer Intimgeruch
  • veränderter Ausfluss und
  • selten Juckreiz

Oft treten die einzelnen Symptome auch gemeinsam auf. Fälschlicherweise vermuten die meisten Frauen mit vaginalen Beschwerden, dass ein Scheidenpilz ursächlich ist. Tatsächlich ist aber die bakterielle Vaginose die häufigste Ursache für vaginale Beschwerden:

Die häufigsten Ursachen für vaginale Beschwerden:

Bakterielle Vaginose 46%
Scheidenpilzinfektionen 29%
Physiologische Sekretion 21%
Trichomonadeninfektion 12%
Mischinfektionen (Bakterien und Pilze) 10%
Andere infektiöse Ursachen 12%
Nicht-Infektionsbedingte Ursachen (Spermizide, topische Antimykotika, Seifen/Parfüme, Allergene) bis zu 30%

Die Summe liegt über 100%, da mehrere Ursachen für vaginale Beschwerden gleichzeitig auftreten können.

Wie kommt es zu einer bakteriellen Vaginose?

Die bakterielle Vaginose hat ihre Ursache in einer bakteriellen Fehlbesiedlung. Die Anzahl der nützlichen, Säure bildenden Milchsäurebakterien nimmt ab, während gleichzeitig krankheitserregende Bakterien die Überhand gewinnen. Dadurch steigt der vaginale pH-Wert.

Die wichtigsten auslösenden Faktoren sind:

  • ein geschwächtes Immunsystem bzw. eine erhöhte Infektionsneigung eine erhöhte bakterielle Belastung, z.B. der Besuch von Whirlpool, Schwimmbad und Sauna oder ungeschützter Geschlechtsverkehr.
  • eine übertriebene oder falsche Intimhygiene
  • besondere Hormonkonstellationen, vor allem in der Schwangerschaft, aber auch in den Wechseljahren oder bei Einnahme einer Gestagen betonten Pille
  • eine vorausgegangene medikamentöse Therapie mit Antibiotika, evtl. auch mit Antimykotika bei einer Mischinfektion

Welche Risiken bringt eine bakterielle Vaginose mit sich?

Unbehandelt erhöht eine bakterielle Vaginose das Risiko für aufsteigende Infektionen von Gebärmutter, Eileitern, Eierstöcken, aber auch für Infektionen der Harnwege. In der Schwangerschaft kann sie einen vorzeitigen Blasensprung, Frühgeburt und ein geringeres Geburtsgewicht zur Folge haben. Wichtig ist, dass die Erkrankung rechtzeitig erkannt und gezielt von Ihrem Frauenarzt behandelt wird.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter www.rephresh-sanol.de