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Willkommen bei UCB in Deutschland

UCB setzt sich für Aufklärung über geschlechtsspezifische Unterschiede in Diagnose und Therapie ein

Monheim, Deutschland – 8. März 2021 – Pressemitteilung. Der Weltfrauentag am 8. März feiert die bisherigen Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung, lenkt die Aufmerksamkeit auf bestehende Diskriminierung und Ungleichheiten und muntert dazu auf, sich für eine Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. Das forschende biopharmazeutische Unternehmen UCB möchte auf einen wichtigen Bereich aufmerksam machen, in dem es zu einer Ungleichbehandlung kommen kann: die medizinische Versorgung. 

Auch im Gesundheitsbereich haben Frauen mit Nachteilen in der Diagnose und Behandlung zu kämpfen. Die Unterschiede zwischen Mann und Frau, ob physiologisch, hormonell oder anatomisch, werden häufig zu wenig berücksichtigt. Das kann zu Fehldiagnosen und Komplikationen führen – meist trifft es Frauen. Bereits in der medizinischen Forschung werden Frauen systematisch diskriminiert. Das Fehlen oder die verzerrte Darstellung von Daten in Studien bezeichnet man als Gender Data Gap. In klinischen Studien sind überwiegend Daten von Männern enthalten, dadurch werden Erkrankungen bei Frauen teilweise später oder gar nicht diagnostiziert. Des Weiteren können stereotypische Rollenbilder zu einer unterschiedlichen Beurteilung von Männern und Frauen im Diagnoseprozess führen. Auch gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei den präferierten Therapiezielen, die häufig nicht beachtet werden. Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist das Ziel häufig die stabile Krankheitskontrolle, um die möglichen Lebensereignisse wie Kinderwunsch und folgend Schwangerschaft bzw. Stillzeit zu unterstützen. Das ist auch bei der Wahl der Therapieoption zu beachten.

In der Psoriasis manifestieren sich die Unterschiede so, dass erkrankte Frauen im Vergleich zu Männern eine geringere Lebensqualität haben, höhere Stigmatisierung erfahren und entsprechend mehr von der Behandlung erwarten. Sie erhalten ebenfalls seltener eine Biologika-Behandlung als Männer.[1],[2] Frauen mit Psoriasis haben 50% weniger Kinder im Vergleich zur Normalbevölkerung[3] und jede vierte Frau schiebt ihre Entscheidung auf, schwanger zu werden.[4] Entsprechend wichtig ist es für Ärztinnen und Ärzte die Sorgen dieser Patientinnen zu kennen und bei der Therapie zu berücksichtigen.

Die axiale Spondyloarthritis (axSpA) wird häufig als „Männerkrankheit“ angesehen, daher erhalten 89% der Frauen mit der Erkrankung zunächst eine falsche Diagnose.[5] Auch die Zeit bis zur Diagnose ist bei Frauen signifikant länger als bei Männern, im Schnitt 8,8 Jahre im Gegensatz zu 6,5 Jahren.[6] Frauen mit axSpA sind im Alltag stärker durch Schmerzen beeinträchtigt als Männer und haben eher chronische und ausgedehntere Schmerzen (69% vs. 28%). Auch haben sie häufiger mit Müdigkeit zu kämpfen.[7]

Ähnlich sieht es bei der Psoriasis-Arthritis (PsA) aus. Die Prävalenz von PsA ist bei Männern und Frauen in etwa gleich, Frauen haben jedoch häufiger mit Enthesitis (Entzündung im Ansatzbereich von Sehnen und Bändern am Knochen), stärkeren Schmerzen, stärkerer Müdigkeit und mehr Funktionseinschränkungen zu kämpfen.[8],[9],[10],[11] 

UCB setzt sich dafür ein, Ärztinnen und Ärzte über geschlechtsspezifische Unterschiede im Bereich der immunologischen Erkrankungen zu informieren, um zu vermeiden, dass eine Diagnose und die passende Therapie verspätet oder nicht erfolgt. Auch bietet das Unternehmen Patientinnen umfassende Informationen rund um die Themen Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Dazu gehört ebenfalls die Kampagne Advantage Hers mit der Profi-Tennisspielerin Caroline Wozniacki, die Frauen auf der ganzen Welt helfen möchte, die mit chronisch entzündlichen Erkrankungen leben, eine aktivere Rolle bei der Entscheidungsfindung über ihre Versorgung zu übernehmen.

Über Psoriasis

Psoriasis ist eine häufige, chronisch entzündliche Erkrankung mit primärer Beteiligung der Haut. Diese Hauterkrankung betrifft Männer und Frauen aller Altersgruppen und Ethnien.[12] Die Anzeichen und Symptome der Psoriasis können unterschiedlich sein, aber typisch für die Erkrankung sind gerötete mit silberweißen Schuppen bedeckte Hautflecken, trockene, aufgesprungene Haut, die bluten kann und verdickte, löchrige oder zerfurchte Nägel.[13]

Psoriasis betrifft fast drei Prozent der Bevölkerung, d.h. etwa 125 Millionen Menschen weltweit.12 Bei der Behandlung der Psoriasis besteht nach wie vor ein hoher Therapiebedarf. Eine bevölkerungsbezogene Umfrage ergab, dass etwa 30 Prozent der Psoriasis-Patienten berichteten, dass ihre primären Therapieziele, darunter die Kontrolle der Symptome, die Verringerung des Juckreizes und die Verminderung der Schuppenbildung, mit der derzeitigen Behandlung nicht erreicht wurden.[14] Psoriasis hat erhebliche psychologische Auswirkungen auf die Lebensqualität und wirkt sich möglicherweise auf Arbeit, Freizeit, Beziehungen, Sexualfunktion, Familie und das soziales Leben aus.[15]

Über chronisch-rheumatische Erkrankungen

Chronisch-rheumatische Erkrankungen, einschließlich Rheumatoider Arthritis (RA), axialer Spondyloarthritis (axSpA) und Psoriasis Arthritis (PsA), sind eine Gruppe von fortschreitenden Erkrankungen. Sie schädigen den Bewegungsapparat, verursachen Schmerzen und Verlust der körperlichen Funktion, was letztendlich zu einer deutlich verminderten Lebensqualität der Patienten führt.[16] Der systemische Charakter dieser Erkrankungen bedeutet, dass sie auch den gesamten Körper betreffen können.[17] Chronisch-rheumatische Erkrankungen wie RA und axSpA können in jedem Alter auftreten und das Risiko erhöhen, andere Erkrankungen zu entwickeln, insbesondere Krebs, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Lungenprobleme und Osteoporose.17,[18] RA betrifft 0,5-1% der Weltbevölkerung. Sie verursacht chronische Entzündungen der Gelenke, die zu Schmerzen, Schwellungen und Steifheit führen.[19] Die Kosten einer arbeitsbedingten Einschränkung allein sind in der Regel eine größere Belastung für eine Gesellschaft als die Kosten einer RA-Behandlung. Innerhalb von zehn Jahren nach Beginn können mindestens 50% der Patienten in den Industrieländern keinen Vollzeitjob mehr ausüben.[20] Obwohl es keine Heilung für RA gibt, können eine Frühdiagnose und angemessene Behandlung den Patienten helfen, symptomfrei zu leben, ein erfülltes Leben zu führen und die reguläre Beschäftigung fortzusetzen.[21] axSpA ist eine chronische Breitspektrumform der Arthritis, die vor allem das Achsenskelett betrifft und zu Schmerzen im unteren Rückenbereich, verminderter Mobilität der Wirbelsäule und körperlicher Funktion führt.[22] Die globale Prävalenz von SpA-Erkrankungen, einschließlich nicht-radiographischer axSpA (nr-axSpA) und Ankylosierender Spondlitis (AS), beträgt etwa 1% der Bevölkerung.[23] Schmerzen in der Lendenwirbelsäule sind weltweit eine der Hauptursachen für Einschränkungen, und die Symptome können zu einer hohen Krankheitslast führen – was zwangsläufig einen großen Einfluss auf die Lebensqualität hat.23,[24] Dies kann verbessert werden, wenn Patienten von Rheumatologen oder Fachärzten behandelt werden, die für die Diagnose und Behandlung der Krankheit ausgebildet wurden.22 PsA ist eine chronische Entzündungskrankheit, die zu Symptomen von Arthritis und Psoriasis führt. Sie verursacht eine weit verbreitete, chronische Entzündung, die die Gelenke, Enthesen, die Haut und andere Körpersysteme betrifft. PsA betrifft bis zu 42% der Menschen, die an Psoriasis leiden und hat eine geschätzte Prävalenz von 0,3-1% in der Allgemeinbevölkerung.[25] Behandlungsstrategien für PsA haben sich in den letzten 15 Jahren rasch weiterentwickelt, und die Einführung neuer und unterschiedlicher biologischer Therapien hat zu einer signifikanten Verbesserung der Krankheitskontrolle bei Patienten geführt.25

Über die Advantage Hers-Kampagne

Advantage Hers ist eine globale Kampagne, die darauf ausgelegt ist, die unerfüllten Bedürfnisse und die einzigartigen Herausforderungen von Frauen hervorzuheben, die mit einer bestimmten Untergruppe chronisch entzündlicher Erkrankungen leben: Rheumatoide Arthritis, axiale Spondyloarthritis, Psoriasis-Arthritis und Psoriasis. Tennis-Champion Caroline Wozniacki teilt ihre Erfahrungen mit ihrer eigenen Erkrankung auf ihren sozialen Kanälen – von ihrem ersten Ringen um eine Diagnose, über die Veränderungen, die sie zurzeit in ihrem Leben vornimmt, bis hin zu den Zielen, die sie für die Zukunft hat. Dies macht sie, um andere Frauen mit diesen chronisch entzündlichen Erkrankungen zu inspirieren, zu ermutigen und zu bestärken, eine aktivere Rolle in Bezug auf ihre Versorgung zu übernehmen. Wenn Sie mehr erfahren möchten, besuchen Sie bitte die Website der Kampagne: https://www.ucb.com/advantage-hers/de.

Weitere Informationen 

Julia Schenk, Unternehmenskommunikation, UCB Zentraleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz), Tel.: +49.(0)2173.48.1678, julia.schenk@ucb.com 
 

Über UCB 

UCB, Brüssel, Belgien (www.ucb.com) ist ein weltweit tätiges biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Erforschung und Entwicklung von innovativer Medizin und Behandlungsmöglichkeiten in den Bereichen Zentrales Nervensystem, Immun- und Entzündungserkrankungen widmet, um Menschen mit schweren Krankheiten eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. UCB erreichte 2020 ein Umsatzvolumen von 5,3 Mrd. € und beschäftigt mehr als 8.300 Mitarbeiter in rund 40 Ländern.

UCB wird an der Euronext Börse in Brüssel gehandelt (Symbol: UCB). Verfolgen Sie unsere Kurznachrichten bei Twitter unter: @UCB_news.

Zukunftsgerichtete Aussagen von UCB

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den derzeitigen Plänen, Schätzungen und Annahmen der Unternehmensleitung basieren. Alle Aussagen, mit Ausnahme von Aussagen zu historischen Fakten, sind Aussagen, die als zukunftsbezogene Aussagen erachtet werden können, einschließlich Schätzungen der Einnahmen, operativen Margen, Investitionen, Barmittel, sonstigen Finanzinformationen, erwarteten rechtlichen, politischen, regulatorischen oder klinischen Ergebnisse sowie sonstiger Einschätzungen und Resultate. Solche zukunftsgerichteten Aussagen sind naturgemäß keine Garantien für zukünftige Leistungen und unterliegen Risiken, Unwägbarkeiten und Annahmen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von denen abweichen könnten, die in diesen zukunftsgerichteten Aussagen in dieser Pressemitteilung impliziert sind. Zu den wichtigen Faktoren, die zu solchen Abweichungen führen können, gehören: Änderungen der allgemeinen Wirtschafts-, Geschäfts- und Wettbewerbsbedingungen, die Unfähigkeit, erforderliche behördliche Genehmigungen zu erhalten oder zu akzeptablen Bedingungen zu erhalten, Kosten, die im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung stehen, Veränderungen in den Erwartungen an Produkte, die sich in der Pipeline befinden oder gerade von UCB entwickelt werden, die Auswirkungen zukünftiger gerichtlicher Entscheidungen oder behördlicher Untersuchungen, Produkthaftungsansprüche, Herausforderungen beim Patentschutz für Produkte oder Produktkandidaten, Änderungen von Gesetzen oder Verordnungen, Wechselkursschwankungen, Änderungen oder Unsicherheiten in den Steuergesetzen oder innerhalb der Verwaltung solcher Gesetze sowie die Einstellung und Bindung der Mitarbeiter. UCB stellt diese Informationen zum Zeitpunkt dieser Pressemitteilung zur Verfügung und lehnt ausdrücklich jegliche Verpflichtung ab, die Informationen dieser Pressemitteilung zu aktualisieren, sei es, um die tatsächlichen Ergebnisse zu bestätigen oder um eine Änderung der Erwartungen mitzuteilen.

Es besteht keine Garantie, dass neue Produktkandidaten der Pipeline die Genehmigung zur Produktzulassung erhalten, oder dass neue Indikationen für bestehende Produkte entwickelt und zugelassen werden. Produkte oder potenzielle Produkte, die Gegenstand von Partnerschaften, Joint Ventures oder Lizenzvereinbarungen sind, können zu Unstimmigkeiten zwischen den Partnern führen. Auch könnte UCB oder andere Unternehmen Probleme hinsichtlich Sicherheit, Nebenwirkungen oder in der Fertigung von Produkten nach ihrer Vermarktung entdecken. Darüber hinaus kann der Umsatz durch internationale und nationale Trends in Richtung Managed Care, Kostendämpfung im Gesundheitswesen sowie durch die Rückerstattungsrichtlinien von Drittanbietern und durch die Gesetzgebung zur Preisgestaltung und Kostenerstattung biopharmazeutischer Produkte beeinflusst werden.

Literaturangaben

 

[1] Maul JT, et al. JEADV 2019;33:700–708.

[2] Lesuis N, et al. BMC Med 2012;10:82.

[3] Gonzalez-Cantero A, et al. Br J Dermatol 2019; 181(5):1085–7.

[4] Gottlieb AB, et al. Int J Womens Dermatol 2019; 10;5(3):141–150.

[5] Jovani V, et al. PLoS One. 2018;13(10):e0205751.

[6] Jovaní V, et al. J Rheumatol. 2017; 44(2):174–83.

[7] Mogard E, et al. Arthritis Rheumatol. 2018;70(S9). Abstract 2887.

[8] Orbai AM, et al. Arthritis Care Res (Hoboken). 2019. doi: 10.1002/acr.24090.

[9] Passia E, et al. Ann Rheum Dis. 2020;79(1):38.

[10] Eder L, et al. Ann Rheum Dis. 2013;72(4):578–82.

[11] Generali E, et al. Isr Med Assoc J. 2016;18(3–4):203–8.

[12] National Psoriasis Foundation. Statistics. Available at: https://www.psoriasis.org/content/statistics. Letzter Zugriff: März 2021

[13] International Federation of Psoriasis Associations. Available at: https://ifpa-pso.com/our-cause//. Letzter Zugriff: März 2021.

[14] Lebwohl MG et al. Am J Clin Dermatol. 2016; 17(1):87-97.

[15]  Moon HS, Mizara A, McBride SR. Dermatol Ther (Heidelb). 2013;3:117-130.

[16] Klak A, Raciborski F and Samel-Kowalik P. Reumatologia. 2016;54(2):73-78.

[17] UCB, Rheumatoid arthritis. Available at: https://www.ucb.com/disease-areas/rheumatoid-arthritis. Last accessed: 23 August 2019.

[18] Bojinca V and Janta I. Maedica (Buchar). 2012;(7)4:364-371.

[19] Uhlig T, Moe RH and Kvien TK. Pharmacoeconomics. 2014;32(9):841-851.

[20] WHO, Chronic diseases and health promotion. Available at: https://www.who.int/chp/topics/rheumatic/en/. Letzter Zugriff: März 2021.

[21] NHS. Rheumatoid arthritis. Available at: https://www.nhs.uk/conditions/rheumatoid-arthritis. Letzter Zugriff: März 2021.

[22] UCB, Axial spondyloarthritis. Available at: https://www.ucb.com/disease-areas/Axial-Spondyloarthritis Letzter Zugriff: März 2021

[23] Siebert S, Raj S and Tsoukas A. Available at: https://oxfordmedicine.com/view/10.1093/med/9780198755296.001.0001/med-9780198755296-chapter-3. Letzter Zugriff: März 2021.

[24] Burgos-Varga R et al. Arthritis Res Ther. 2016;18:132.

[25] Vandendorpe AS, de Vlam K and Lories R. RMD OPEN. 2019;5:e000779.