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Advantage Hers: UCB ermutigt Patientinnen selbstbestimmt mit ihren chronisch-entzündlichen Erkrankungen umzugehen

  • Ein Leben mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen, wie z. B. rheumatoide Arthritis, axiale Spondyloarthritis, Psoriasis-Arthritis und Psoriasis, kann eine Herausforderung sein und bei Betroffenen zu erheblichen physischen und emotionalen Belastungen führen.1-4
  • Diese Erkrankungen betreffen weltweit mehr als 60 Millionen Menschen,5-8 bei einigen dieser Erkrankungen sind Frauen zu 50 % betroffen, bei manchen sogar in höherem Maße.5,6,9
  • Frauen mit diesen Erkrankungen treffen im Vergleich zu Männern auf besondere Herausforderungen, wie z. B. eine erhöhte körperliche und mentale Belastung,2,10,11,12 in manchen Fällen eine verzögerte Diagnose,13 und Schwierigkeiten in Bezug auf die Familienplanung und Schwangerschaft.14
  • Grand Slam Gewinnerin Caroline Wozniacki ist eine Profi-Tennisspielerin, bei der während ihrer aktiven Tenniskarriere eine rheumatoide Arthritis diagnostiziert wurde.
  • Gemeinsam mit der globalen Aufklärungs- und Empowerment-Kampagne Advantage Hers möchte Caroline Wozniacki Frauen auf der ganzen Welt motivieren, eine aktivere Rolle rund um ihre Gesundheitsversorgung zu übernehmen.

 

Monheim, Deutschland - 21. Januar 2022. Gemeinsam mit der Grand-Slam Gewinnerin Caroline Wozniacki macht UCB mit der Aufklärungs- und Empowerment-Kampagne Advantage Hers auf die Notwendigkeit zur Verbesserung des Versorgungsstandards von Frauen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen aufmerksam. Denn ein Leben mit diesen Krankheiten, wie z.B. rheumatoider Arthritis, axialer Spondyloarthritis, Psoriasis-Arthritis und Psoriasis, kann eine Herausforderung für die Betroffenen sein und zudem zu erheblichen physischen und emotionalen Belastungen führen.1-4 Die globale Empowerment-Kampagne von UCB, Advantage Hers, stellt Informationen für Frauen zur Verfügung und soll Patientinnen unterstützen, eine aktivere Rolle in ihrer Versorgung zu übernehmen. Unter dem Hashtag #AdvantageHers können Betroffene ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse im Umgang mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen teilen, von anderen lesen und sich untereinander vernetzen. Weitere Informationen zu Advantage Hers stehen unter www.ucb.com/advantage-Hers/de zur Verfügung.

 

UCB hat mit Caroline Wozniacki, Dr. med. Susanna Späthling-Mestekemper und Justyna, einer Patientin mit Psoriasis-Arthritis und Psoriasis, über ihre Erfahrungen gesprochen.

 

Interview mit Caroline Wozniacki, ehemalige Profi-Tennisspielerin

 

Auf dem Höhepunkt Ihrer Karriere erhielten Sie die Diagnose „Rheumatoide Arthritis“ – wie war das für Sie?

Ganz ehrlich? Es war ein totaler Schock für mich. Zu Beginn des Jahres 2018 gewann ich die Australian Open und kämpfte mich damit auf Platz eins der Weltrangliste – 2018 sollte mein Jahr werden! Doch im August ging es mir plötzlich sehr schlecht – ich konnte nicht mehr selbstständig aus dem Bett aufstehen, mein Mann musste mich tragen und mir beim Zähneputzen helfen. Ich wusste überhaupt nicht, was los war und ging von Arzt zu Arzt. Ein Rheumatologe stellte schließlich die Diagnose rheumatoide Arthritis – was leider das Aus für meine Tenniskarriere bedeutete.

 

Wieso unterstützen Sie Advantage Hers?

Ich kenne die Schwierigkeiten und Hürden, die der Alltag mit einer chronischen Krankheit, wie der rheumatoiden Arthritis, mit sich bringt, aus eigener Erfahrung und ich habe leider auch erlebt, welche Verzögerungen es auf dem Weg zu einer Diagnose geben kann. Deshalb ist es mir sehr wichtig, Teil der Advantage Hers-Kampagne zu sein. Ich möchte durch Advantage Hers mit so vielen anderen betroffenen Frauen wie möglich in Verbindung treten, um sie zu inspirieren und zu ermutigen. Dadurch sollen andere Frauen so viel Unterstützung und Informationen wie möglich erhalten. Ich möchte die Unterstützung, die ich während und nach 2018 erhalten habe, allen Frauen zurückgeben und gemeinsam daran arbeiten, die Oberhand über die Erkrankung zu gewinnen; Schritt für Schritt – jeden Tag einen kleinen Sieg, wie im Tennis.

 

Was geben Sie anderen Patientinnen mit auf den Weg?

Ich arbeite jeden Tag daran, richtig mit meiner Erkrankung umzugehen. Ich weiß, dass die rheumatoide Arthritis für den Rest meines Lebens ein Teil von mir bleiben wird. Also habe ich gemeinsam mit meinem Rheumatologen eine langfristige, sich ständig weiterentwickelnde Behandlungsstrategie aufgestellt. Es ist wichtig, die Krankheit als Teil von sich zu akzeptieren und eine aktive Rolle im Umgang mit ihr einzunehmen.

 

Interview mit Dr. med. Susanna Späthling-Mestekemper, Rheumatologin

 

Was sind chronisch-entzündliche Erkrankungen?

Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, greifen die Immunzellen diese Eindringlinge an und machen sie unschädlich. Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen bekämpft der Körper jedoch auch sich selbst und greift Haut, Knochen, Organe oder Nervenzellen an – deshalb gelten chronisch entzündliche Erkrankungen auch als Autoimmunerkrankungen. Chronisch-entzündliche Erkrankungen sind sehr verbreitet: Weltweit sind Millionen Menschen betroffen. Bei der rheumatoiden Arthritis greift das Immunsystem die eigenen Gelenke an, was zu schmerzhaften Gelenkentzündungen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Die Auslöser für Überreaktionen sind noch nicht eindeutig geklärt.

 

Wieso ist die Diagnose von chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen mitunter schwierig?

Ein wichtiger Punkt ist, dass es „das“ Rheuma nicht gibt – Rheuma ist der Oberbegriff für über 100 verschiedene rheumatische Erkrankungen. Bei der Diagnose spielen viele Indizien, wie Entzündungszeichen und spezielle Rheumafaktoren im Blut, eine Rolle, beweisen aber das Vorliegen noch nicht. Für die Diagnose müssen die vielen kleinen Puzzleteile zusammengefügt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass Mediziner im Studium häufig nur die Krankheitssymptome kennenlernen, die Männern zugeordnet werden können. Deshalb ist es wichtig, auch die „weiblichen“ Symptome und Ausprägungen der verschiedenen chronisch-entzündlichen Erkrankungen zu kennen. Beispielsweise empfinden Frauen mit Psoriasis ein starkes Gefühl der Stigmatisierung sowie Stress und Einsamkeit. Bei Frauen mit axialer Spondyloarthritis kommt es in der Regel zu Verzögerungen bei der Diagnose. Zudem leiden sie an starker Müdigkeit und Schmerzen, Angst und Stress und sind infolgedessen weniger aktiv.

 

Weshalb ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient wichtig?

Für eine gute Zusammenarbeit müssen beide Seiten offen dafür sein und ein Vertrauensverhältnis aufbauen. In einem gemeinsamen Therapieplan sollten sich deshalb auch immer die Patientenwünsche widerspiegeln. Ärzte müssen auch augenscheinlich unangenehme Themen ansprechen und Patienten müssen bereit sein, sich ihrem Arzt zu öffnen und darüber zu sprechen. Nur so lassen sich Therapiekonzepte entwickeln, die von den Patientinnen mitgetragen werden. Denn was wir nicht vergessen dürfen: Bisher sind diese Erkrankungen nicht heilbar und nur mit einer guten Therapie in den Griff zu bekommen.

 

 

Interview mit Justyna*, Patientin mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis

 

Sie leben schon seit ihrer Jugend mit den Erkrankungen Psoriasis und Psoriasis Arthritis – wie haben Sie damit leben gelernt?

Mit 17 Jahren fingen meine Gelenke an zu schmerzen, mit 18 Jahren musste ich schließlich im Rollstuhl zum Abitur gefahren werden. Ein Jahr später kamen auch die ersten Hauterscheinungen hinzu. Niemand wusste, was mir fehlte. Während meines Medizinstudiums bekam ich zwei Kinder und habe während der Schwangerschaften starke Krankheitsschübe erlitten. Nach der zweiten Entbindung sah ich aus wie eine rote Fackel – für mich der Wendepunkt in meiner bisherigen Krankheitsgeschichte. Ich wollte das nicht mehr länger hinnehmen. Ich ging von Arzt zu Arzt, ließ mich nicht mehr mit einfachen Erklärungen abspeisen – ich wollte endlich wissen, was mir fehlt! Über zehn Jahre nach den ersten Symptomen wurde mir schließlich die Diagnose gestellt – auch wenn ich seither weiß, dass mich meine Erkrankung ein Leben lang begleiten wird, war es für mich eine große Erleichterung zu wissen, was ich habe.

 

 

 

Nach der Diagnose haben Sie sich für ein drittes Kind entschieden – hatten Sie keine Angst davor, nachdem die ersten beiden Schwangerschaften so schwierig waren?

 

Natürlich hatte ich Angst – aber dadurch, dass ich wusste, dass ich Psoriasis, also Schuppenflechte, und eine Psoriasis-Arthritis, eine Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung, habe, konnte ich auch mit meinen behandelnden Ärzten darüber sprechen. So kam es, dass die dritte Schwangerschaft für mich etwas Befreiendes hatte, ich konnte sie richtig genießen. Und ich bin froh, dass ich den Schritt gewagt habe, mich als chronisch Kranke auf das Abenteuer Schwangerschaft einzulassen.

 

Wie sind Ihre chronisch-entzündlichen Erkrankungen mit Ihrem Beruf vereinbar?

Ich bin selbst Ärztin und in der Klinik ist es wie in wahrscheinlich jedem anderen Beruf auch: Es gibt stressige und ruhigere Phasen. Jedoch ist es bei mir in stressigen Zeiten oft so, dass vermehrt Krankheitsschübe auftreten – mir also die Gelenke stärker schmerzen oder mehr Plaques zu sehen sind. Das wiederum hat Auswirkungen auf mein Arbeitsumfeld: Ich merke, dass mich dann selbst meine Kollegen meiden oder Patienten ihre Behandlung durch mich verweigern.

 

Was möchten Sie anderen Betroffenen mitgeben?

Auch wenn es nicht immer einfach ist, versucht eure Erkrankung mit Stolz und Selbstbewusstsein zu tragen, gegen das gesellschaftliche Bild zu kämpfen und sich nicht mit anderen zu vergleichen. Nehmt euer Leben wieder selbst in die Hand, hört nicht auf nach der Diagnose zu suchen. Das ist auch der Grund, weshalb ich Advantage Hers unterstütze: Auch mit chronisch-entzündlichen Krankheiten kann man sich seine Träume erfüllen und sein Leben nach seinen Vorstellungen leben!

 

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Über die Advantage Hers-Kampagne
Advantage Hers ist eine globale Kampagne, die darauf ausgelegt ist, die unerfüllten Bedürfnisse und die einzigartigen Herausforderungen von Frauen hervorzuheben, die mit einer bestimmten Untergruppe chronisch-entzündlicher Erkrankungen leben: Rheumatoide Arthritis, axiale Spondyloarthritis, Psoriasis-Arthritis und Psoriasis. Tennis-Champion Caroline Wozniacki teilt ihre Erfahrungen mit ihrer eigenen Erkrankung auf ihren sozialen Kanälen – von ihrem ersten Ringen um eine Diagnose, über die Veränderungen, die sie zurzeit in ihrem Leben vornimmt, bis hin zu den Zielen, die sie für die Zukunft hat. Dies macht sie, um andere Frauen mit diesen chronisch entzündlichen Erkrankungen zu inspirieren, zu ermutigen und zu bestärken, eine aktivere Rolle in Bezug auf ihre Versorgung zu übernehmen. Wenn Sie mehr erfahren möchten, besuchen Sie bitte die Website der Kampagne: www.ucb.com/advantage-Hers/de.

Über UCB
UCB, Brüssel, Belgien (www.ucb.com) ist ein globales biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung innovativer Arzneimittel und Lösungen konzentriert, um das Leben von Menschen mit schweren Erkrankungen des Immunsystems oder des zentralen Nervensystems zu verbessern. Mit mehr als 7 600 Mitarbeitern in über 40 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2020 einen Umsatz von 5,3 Milliarden Euro. UCB ist an der Euronext Brüssel notiert (Symbol: UCB). Folgen Sie uns auf Twitter: @UCB_news

 

Pressekontakt

UCB Pharma GmbH

Julia Schenk

Communications Lead Central Europe

Tel:  +49 (0) 2173 48 1678

julia.schenk@ucb.com

 

 

Referenzen:

1. Ziarko M, Siemiątkowska K, Sieński M et al. Mental Health and Rheumatoid Arthritis: Toward Understanding the Emotional Status of People with Chronic Disease. Biomed Res Int. 2019;2019:1473925.

2. LEO Innovation Lab and The Happiness Research Institute. World Psoriasis Happiness Report October 2017. Available online at: https://psoriasishappiness.report/static/documents/world-psoriasis-happiness-report-2017.pdf  [Letzter Zugriff: 15.09.2021]

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