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UCB.de Medien Presseartikel

UCB veranstaltet Podiumsdiskussion mit dem Geschäftsführer des Bundesselbsthilfeverbandes für Osteoporose e.V.



  • Der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. (BfO) ist der Dachverband für rund 300 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland und umfasst circa 15.000 Mitglieder. Er vertritt die Interessen der Osteoporose-Patientinnen und -Patienten im Gesundheitswesen und wird von Thorsten Freikamp geleitet.1
  • Osteoporose und Knochenschwundfrakturen nach der Menopause sind ein ernsthaftes und oftmals unerkanntes Gesundheitsproblem insbesondere bei Frauen. Es gibt Hinweise darauf, dass weltweit geschätzte 77 Prozent der Frauen im Alter von 67 Jahren oder älter nicht diagnostiziert und nach einer Fraktur unbehandelt bleiben.2

Monheim, Deutschland, 25. Oktober 2019. UCB lud den Geschäftsführer des BfO, Dr. Thorsten Freikamp, zu einer Podiumsdiskussion bezüglich der aktuellen Versorgungssituation der deutschen Osteoporose-Patientinnen und Patienten nach Monheim ein. Heike Quibeldey, Head of Bone Central Europe, und Dr. Anja Schwarz, Medical Head Bone Central Europe, UCB führten durch die Diskussion.


„Osteoporose ist ein schwer zu lenkender Tanker – daher bin ich dankbar für jede Kooperation und Zusammenarbeit mit Politik, Fachgesellschaften oder auch der Industrie, die auf eine Verbesserung der aktuellen Versorgungssituation hinarbeitet.“, so Thorsten Freikamp zu Beginn der Veranstaltung. Hiermit spielte der BfO-Geschäftsführer unter anderem auch auf die erfolgreiche bisherige Kooperation mit UCB an. Dennoch gebe es noch viel zu tun: „Nur 20 bis 25 Prozent der Patientinnen und Patienten werden richtig diagnostiziert.“ Dies stelle bei einer potenziellen Patientenzahl von sieben Millionen Menschen allein in Deutschland eine große Belastung für das Gesundheitssystem dar.

Freikamp adressierte im Gespräch mit Heike Quibeldey besonders die Gesundheitspolitiker und deren ausbaufähige Geschwindigkeit in der Umsetzung von Lösungsansätzen zur Verbesserung der Versorgung. So führte er als Beispiel an, dass zu dem Antrag des BfO auf Ausweitung der Erstattungsfähigkeit von Knochendichtemessungen aus dem Jahr 2005 erst acht Jahre später – im Jahr 2013 – vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) eine Entscheidung getroffen worden sei. „Dabei ist und bleibt die Diagnose der Knackpunkt in der Versorgung. Der demographische Wandel wird den Zeit- und Kostendruck auf die Politik zusätzlich erhöhen“, so Freikamp. Die pragmatische und fordernde Herangehensweise von Gesundheitsminister Jens Spahn begrüßte der BfO-Geschäftsführer ausdrücklich in diesem Kontext: „Er packt an und kann uns helfen in der Osteoporose viel voranzubringen. Wir müssen ihn nur davon überzeugen.“

Mit einem Blick auf die Osteoporose-Versorgung in anderen EU-Mitgliedsstaaten steche laut Freikamp vor allem Spanien hervor. Hier werden deutlich mehr der Patientinnen und Patienten als in Deutschland richtig diagnostiziert. Anja Schwarz: „Das liegt unter anderem daran, dass dort Knochendichtemessungen in der Regel auch beim Gynäkologen durchgeführt werden, anstatt - wie zum Beispiel in Deutschland – beim Orthopäden.“ Dieses System sei allerdings in Deutschland nur sehr schwer umsetzbar, da es einen kompletten Strukturwandel bedeuten würde. „Dabei wissen wir, dass die Bereitschaft der Patientinnen für zusätzliche Untersuchungen beim Gynäkologen da ist. So werden heute auch onkologische Vorsorgeuntersuchungen selbstverständlich beim Frauenarzt durchgeführt.“, erklärte Heike Quibeldey. Auch Freikamp versicherte: „Wir wollen dieses Thema auf jeden Fall weiterhin verfolgen.“

Die offene Fragenrunde im Anschluss an die Podiumsdiskussion nutzten zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer, um eine persönliche Einschätzung des Osteoporose-Experten zu aktuellen Gesundheitsthemen zu erhalten. Auf die Publikumsfrage, welche Rolle die Osteoporose im Hinblick auf multimorbide Patientinnen und Patienten spiele, antwortete Freikamp: „Die Osteoporose fällt bei solchen Patientinnen und Patienten oft hinten rüber. Das kann sehr gefährlich sein – gerade, wenn man bedenkt, dass Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes unmittelbaren Einfluss auf Osteoporose haben.“ Seine persönliche Motivation, weiterhin wichtige Versorgungsthemen wie dieses voranzubringen, sieht er vor allem in seiner langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Osteoporose, welche er gerade für die großen gesellschaftlichen Zukunftsfragen wie dem demographischen Wandel nutzen wolle: „Es gibt noch so viel zu tun. Hier zu stehen und über Osteoporose zu informieren ist schon wichtig – doch die 270.000 Patientinnen und Patienten in Deutschland, denen wir schon helfen können, sind nur die Spitze des Eisbergs. Es kommt viel Arbeit auf uns zu.“

Literaturverzeichnis

  1. https://www.osteoporose-deutschland.de/ueber-uns/was-macht-der-verband/. Zugriff: 31.10.2019
  2. Cosman F, de Beur SJ, LeBoff MS, et al.  Clinician’s Guide to Prevention and Treatment of Osteoporosis. Osteoporos Int. 2014; 25(10): 2359–2381.

     

Über UCB

UCB, Brüssel, Belgien (www.ucb.com) ist ein weltweit tätiges biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Erforschung und Entwicklung von innovativer Medizin und Behandlungsmöglichkeiten in den Bereichen Zentrales Nervensystem, Immun- und Entzündungserkrankungen widmet, um Menschen mit schweren Krankheiten eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. UCB erreichte 2018 ein Umsatzvolumen von 4,6 Mrd. € und beschäftigt mehr als 7.500 Mitarbeiter in rund 40 Ländern. UCB wird an der Euronext Börse in Brüssel gehandelt (Symbol: UCB). Verfolgen Sie unsere Kurznachrichten bei Twitter unter: @UCB_news.


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Tel.: 02173.48.1056,
werner.bleilevens@ucb.com

 

Kontakt: UCB, Brüssel

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Laurent Schots, Media Relations, UCB, T+32.2.559.92.64, laurent.schots@ucb.com

Antje Witte, Investor Relations, UCB, T +32.2.559.94.14, antje.witte@ucb.com
Isabelle Ghellynck, Investor Relations, UCB, T+32.2.559.9588, isabelle.ghellynck@ucb.com