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Patienten als Bewerber (m/w)

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     zitat_Koetting

    koetting4 Wissen Sie, was Aristoteles, Ludwig van Beethoven, Vincent van Gogh und Napoleon Bonaparte gemeinsam hatten? Sie waren nicht nur berühmte Persönlichkeiten, sondern haben trotz ihrer Epilepsie-Erkrankung Großes vollbracht - und dies ohne die heutigen Möglichkeiten der medikamentösen Therapie. Seitdem ist viel Zeit vergangen, aber immer noch löst die Erkrankung Epilepsie Unsicherheiten aus und ist mit Stigma behaftet. Gerade, wenn es um das Thema Arbeitsplatz und Beschäftigung geht. Das wollten wir bei UCB ändern und auch anderen Arbeitgebern ein wenig von ihren Berührungsängsten und Sorgen im Umgang mit Epilepsie-Patienten nehmen.

    Der Weg

    Letztendlicher Auslöser war der intensive Austausch mit einer UCB-Patientenbotschafterin, die uns darüber informierte, was sie und andere Menschen, die mit Epilepsie leben, beschäftigt: Konkrete Probleme rund um die Themen Arbeitssuche, Arbeit finden und mit dem Arbeitgeber über Epilepsie zu sprechen. Als Mitarbeiter der Personalabteilung bei UCB sind wir natürlich bei dem Thema Arbeitsplatz nah dran und uns wurde klar, dass Aufklärung hier immens wichtig ist. Daher haben wir recherchiert, welche Informationen verfügbar sind.

    Aufgefallen ist uns hierbei, dass bei den meisten Unterlagen eher die Hindernisse und Schwierigkeiten im Vordergrund stehen – also das, was problematisch sein könnte. Uns fehlte ein konkreter Weg, der aufzeigt, was Arbeitgeber tun können, um Menschen mit Epilepsie einzustellen. Da kam uns die Idee, selbst Informationen in Form einer Präsentation zusammenzustellen, die die Erkrankung Epilepsie in einem neutraleren Licht darstellt und gleichzeitig auch für eine Zielgruppe von Nicht-Medizinern verständlich ist. Wir wollten erklären, was Epilepsie bedeutet und wie wenig Auswirkungen die Erkrankung auf den Arbeitsplatz hat, statt in den Fokus zu rücken, was alles beachtet werden muss.

    Ein positiv störendes Element

    Bei einem von UCB ausgerichtetem Personalleiterkreis-Treffen im April dieses Jahres trafen sich Verantwortliche aus unterschiedlichen Pharmaunternehmen. Das Thema wurde erstmals von uns präsentiert mit dem Ziel, ein neues Bewusstsein für die Krankheit zu schaffen und die Unsicherheiten im Bereich Arbeitsplatz und Epilepsie abzubauen. Wir wollten über Epilepsie informieren, die möglicherweise damit verbundenen Vorurteile entkräften und somit die Chance für Bewerber mit Epilepsie erhöhen. Wichtig war uns aber auch gerade das Feedback der anderen Teilnehmer, da die Präsentation noch in der Entwicklung steht und sich an ein nicht medizinisches Publikum wenden soll. Die eigentlichen Themen dieser Personalleiter-Treffen haben normalerweise einen eher klassischen bzw. rechtlichen Charakter. So war die vorgestellte Präsentation ein „überraschendes sowie positiv störendes Element“, das einen Dialog startete und das Feedback war durchweg positiv.

    Wie geht es weiter?

    Bis jetzt ist der Einstieg von Epilepsie-Patienten in die Arbeitswelt mit großem Aufwand verbunden, nicht nur aus bürokratischer Sicht, sondern auch durch das hohe Maß an Aufklärung für den potentiellen Arbeitgeber während eines Vorstellungsgesprächs. Um das in Zukunft zu vermeiden, kann die Präsentation ein sehr gutes Hilfsmittel darstellen. Nicht nur für Patienten, sondern auch für Unternehmen. Einen Hinweis darauf, wie ich mich verhalten soll, wenn eine Kollegin oder ein Kollege einen epileptischen Anfall hat, haben wir in die Präsentation bereits integriert. Wir überlegen derzeit, weitere Bausteine mit aufzunehmen: beispielsweise Möglichkeiten für ein Bewerbercoaching durch die UCB Personalabteilung. Mit Blick in die Zukunft hoffen wir, damit eine kleine Bewegung zu starten, die nicht nur aufklärt, sondern Bewerbern auch das nötige Selbstbewusstsein im Umgang mit der Erkrankung und dem möglichen Arbeitgeber vermittelt. Wichtig ist uns auch, dass wir auf die Präsentation kein Copyright erheben, sondern diese auch von anderen Unternehmen genutzt und weiterentwickelt werden kann. Denn unser gemeinsames Ziel sollte sein, damit mehr Menschen mit Epilepsie in Beschäftigung zu bringen.

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