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Real World Evidence bringt uns weiter!

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    Die Digitalisierung eröffnet viele neue hilfreiche Türen, so auch im Gesundheitswesen. Ein Beispiel ist die sogenannte „Real World Evidence“ (RWE), im Deutschen auch oft als „Versorgungsforschung“ oder „Gesundheitssystemforschung“ bezeichnet. Hier werden Gesundheitsinformationen von Patienten benutzt, um die Kranken- oder Gesundheitsversorgung und ihrer Rahmenbedingungen zu untersuchen und darzustellen. Die Patienten erfüllen bei dieser Art der „Erkenntnisgewinnung“ keine Idealbedingungen, wie es in einer klinischen Studie der Fall wäre, sondern die Gesundheitsdaten entstehen unter realen Alltagsbedingungen und werden anschließend analysiert. Das bedeutet, man erlangt einen Eindruck davon, wie das Leben der Patienten wirklich aussieht und wie man die Therapie und Versorgung gegebenenfalls entsprechend verbessern kann.




    Die Datenanalyse

    Die Quellen der Gesundheitsinformationen können variieren. Manche Informationen stammen aus den Aufzeichnungen von Krankenkassen oder Krankenhäusern, andere aus öffentlichen Registern oder von sogenannten „Wearables“. Letztere sind zumeist Uhren, die durch das vorherige Eingeben von persönlichen Informationen dann beim Tragen eine Vielzahl von gesundheitlichen Informationen aufzeichnen. Auch Studien unter Alltagsbedingungen (sogenannte nicht-interventionelle Studien) werden als Datenquelle benutzt. Die gesammelten Gesundheitsinformationen werden dann auf individuelle Fragestellungen hin analysiert. Aufgrund der vielen Aufgaben und Prozesse ist eine Vielzahl von Kollegen an einem solchen Projekt beteiligt:  Ein globales Team von Experten (Statistiker, Gesundheitsökonomen und/oder Versorgungsforscher), Wissenschaftler der jeweiligen Indikationen, oftmals auch klinische Experten. Selbstverständlich werden bei UCB im Rahmen dieser Projekte immer die datenschutzrechtlichen Vorgaben erfüllt: Spezialisierte Institute analysieren nur voll-anonymisierte Daten, d.h. sämtliche Identifikationsmerkmale werden aus den Daten entfernt, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Patienten gezogen werden können. Zudem werden die Analysen nur für Gruppen durchgeführt, die eine ausreichend große Anzahl an Patienten haben, damit ebenfalls keine Informationen zu einzelnen Patienten abgeleitet werden können. Außerdem hat UCB keinen Zugriff auf Patientendaten, sondern wir erhalten nur die Analyseergebnisse.


    RWE bietet viele Vorteile

    Dieses Verfahren bietet uns als Pharma-Unternehmen die Chance, die reale Behandlungspraxis zu untersuchen und dadurch reichlich Informationen von unseren Patienten und für unsere Patienten zu gewinnen. Zum Beispiel werden alle Patienten, also auch solche mit Begleiterkrankungen oder zusätzlichen Medikamenten, in unseren Datenerfassungen ausgewertet. Dadurch bekommen wir einen viel breiteren Überblick über die Menschen, die mit unseren Präparaten behandelt werden und gewinnen dadurch Informationen über die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Medikaments, zusätzlich zum Programm von klinischen Studien, die für die Zulassung eines Medikamentes durchgeführt werden. Informationen aus der RWE-Forschung gelten außerdem mittlerweile als Basis für andere Akteure des Gesundheitssystems. Krankenkassen oder Ärzteverbände können so beispielsweise Versorgungslücken schließen bzw. die Patientenbetreuung verbessern.

    UCB arbeitet aktuell an zahlreichen eigenen Projekten in den Therapiebereichen Immunologie, Neurologie und Knochenerkrankungen. Die Patientengruppen sind bei den jeweiligen Erhebungen genauso verschieden wie die Fragestellungen. Da jedoch viele Daten durch die oben genannten Quellen schon existieren, sind diese Projekte viel schneller umzusetzen und auszuwerten als klinische Studien.

    Basierend auf den genannten Erkenntnissen sind wir als Pharmaunternehmen sehr überzeugt und nehmen an, dass die Relevanz von RWE-Projekten in Zukunft weiterhin steigen wird!



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