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Statistiker von morgen

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    Zitat_Statistik5 Frank_Grieger123 Ich bin mit Leib und Seele Statistiker. Daher liegt mir viel daran, jungen Menschen dieses Thema näherzubringen und ihnen somit möglicherweise eine Entscheidungshilfe für die spätere Berufswahl an die Hand zu geben. Neben meiner Tätigkeit als Statistiker bei UCB leite ich ehrenamtlich den Projektkurs Statistik am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Langenfeld, der bereits in die dritte Runde geht. Und immer mehr Schülerinnen und Schüler begeistern sich dafür. Darüber freue ich mich sehr. Entstanden ist die Idee durch einen im Jahr 2012 initiierten Workshop. Ziel war es, neue Ideen zu finden und zudem outside-in Projekte – also Projekte, die von außen nach UCB getragen werden – „wach zu kitzeln“. Ich hatte sofort die Idee, gemeinsam mit Schülern und Studenten zu arbeiten, die noch keine Ahnung vom Arbeitsalltag haben und mit frischem Blick die Arbeit von UCB betrachten. Gesagt, getan – ab diesem Tag war ich Koordinator und Verantwortlicher für dieses Projekt. Bereits am nächsten Morgen hatte ich eine Mail eines ehemaligen Kollegen im Postfach, der gerne an dem Projekt mitwirken wollte. So haben wir dann Schulen in der näheren Umgebung kontaktiert und auf gemeinsame Projekte angesprochen. Mit dem Konrad-Adenauer-Gymnasium entstand hier schnell eine gute Kooperation.


    Praxisbezogen lernen

    Im Schuljahr 2013/2014 wurde ich also in den Projektkurs Statistik mit einbezogen. Die Schüler erhielten simulierte Daten und Aufgaben und konnten so in der Praxis erleben, wie die Auswertung einer klinischen Studie funktioniert und was es alles zu beachten gilt. Insgesamt besuchten 16 Schüler den Projektkurs und bekamen auch bei der Präsentation der Endergebnisse Unterstützung von UCB. In Simulationen hatten die Schüler die Möglichkeit, die Präsentationen zu üben und erhielten hilfreiche Tipps. Im Schuljahr 2016/2017 fand der nächste Kurs statt, der von mir in Zusammenarbeit mit der Mathematiklehrerin komplett geleitet wurde. In diesem Kurs erstellten die Schüler das erste Mal einen Fragebogen und sammelten Daten in ihrer eigenen Schule. Dieser Fragebogen wurde von ihnen selbst designt, gedruckt und in der Schule als Umfrage verteilt. Ich habe meine Theorieteile des Unterrichts an die Auswertungen dieses Fragebogens angepasst. So blieb Statistik keine trockene Theorie mehr, sondern die Schüler hatten mit den von ihnen gesammelten Daten einen direkten Bezug und lernten praxisbezogen. Auf Grundlage der Ergebnisse erstellten die Schüler Präsentationen, die dann Lehrern, Schülern und der Schulleitung vorgestellt wurden.

    Ein anderes Konzept

    Ich möchte nicht nur Statistik lehren, sondern mir war es besonders wichtig, mal einen anderen Weg als den der klassischen Unterrichtsform zu gehen. Normalerweise sind Schüler für ihre Lernerfolge selbst verantwortlich. Dieses Verhalten im Schulalltag wollte ich durchbrechen und habe versucht, den Unterricht an die Wirtschaft anzukoppeln, um aufzuzeigen, was in der Industrie eigentlich passiert. So wählte ich zu Beginn der Stunden einen Schüler aus, der ein Protokoll anfertigen sollte. Anschließend wurde das Protokoll an alle Schüler verteilt, und alle mussten Input liefern. Zum einen sollte diese Methode schon vorbereitend auf den Berufsalltag sein, zum anderen sollten die Schüler lernen, dass eine gemeinsame Arbeit viele Möglichkeiten bietet. Hierbei bezog ich mich auf die Meeting-Kultur bei UCB. Mein Ziel: Weg vom Ich-Denken – hin zum Wir-Gefühl – zu einem Miteinander. Ebenso wurde die Feedbackkultur gelebt. Am Ende jeder Doppelstunde gab es die Möglichkeit, Rückmeldung zu geben. Das positive Feedback der Schüler motiviert mich. Ich habe das Gefühl, etwas bewirken zu können und möchte mit anderen Methoden das Interesse für dieses Thema wecken und damit den Nachwuchs im Statistik-Bereich aufbauen.

    Wie geht es weiter?

    Auch im Schuljahr 2017/2018 gibt es wieder einen Projektkurs Statistik, denn mit insgesamt 38 Anmeldungen erreichte er den ersten Platz der beliebtesten Projektkurse. Das freut mich sehr und zeigt mir, dass mein Konzept in die richtige Richtung geht. Natürlich ist es eine Herausforderung, mit so vielen Schülern den Kurs durchzuführen, da eine große Anzahl an Fragebögen an einer Schule verteilt werden muss. Daher hatte ich die Idee, die Fragebögen ebenfalls an anderen Schulen auszugeben. Hier kommen besonders Grundschulen und Realschulen in Frage, denn diese haben einen direkten Bezug zum Gymnasium. Die ausgewerteten Daten sind am Ende relevant für alle Schulen und werden die Kooperation zwischen den Schulen weiter stärken. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

     

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