0 Like „Traut euch!“ Ulrike Beinhauer-Zellenka, Head Clinical Project Management, über ihren Weg in die Forschung, Vorbilder und ihren Rat an aufstrebende Wissenschaftlerinnen. Am Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft möchten wir ein wichtiges Thema in den Fokus rücken: Weltweit geht wertvolles Forschungspotenzial verloren, weil zu wenige Frauen in der Wissenschaft arbeiten.In Deutschland sind nur rund ein Drittel der Studierenden in MINT-Fächern weiblich – und viele von ihnen schlagen später keinen Karriereweg in diesem Bereich ein. Die Gründe? Komplex: von gesellschaftlichen Erwartungen über Arbeitsbedingungen in männlich dominierten Branchen bis hin zum Mangel an Vorbildern.Wir wollen das ändern und zeigen, wie Frauen in der Wissenschaft bei uns wirken und inspirieren. Ulrike, woran arbeitest du bei UCB?Wir arbeiten weltweit, um klinische Studien für neue Medikamente durchzuführen, zu koordinieren und zu implementieren. Das bedeutet, dass ich sicherstelle, dass von der Planung der Studien gemäß einem vorgegebenen Zeitrahmen und kalkulierten Kosten, über die Organisation der Studienzentren, bis hin zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und der Qualität der erhobenen Daten und Studienergebnisse alles reibungslos verläuft. Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?Als Kind träumte ich davon, Ärztin zu werden, da mich neue Therapien und auch Menschen immer schon sehr interessiert und begeistert haben. Wie sah dein Weg dann wirklich aus?Ich habe mich für ein Studium der Gentechnologie entschieden und mein Weg führte mich dann auch in die pharmazeutische Industrie, weil ich so die Entwicklung neuer Therapien begleiten kann – von der Forschung bis zu den Patient:innen, das ist für mich heute immer noch eine spannende Aufgabe. Wie blickst du auf den Mangel an Frauen im MINT-Bereich? Hast du auch entsprechende Erfahrungen gesammelt oder es von anderen Frauen mitbekommen?Ja, das ist ein bekanntes Problem. Viele Frauen steigen später in andere Branchen um, oft wegen fehlender Vorbilder oder familienunfreundlicher Arbeitsbedingungen. Ich habe selbst erlebt, wie wichtig ein unterstützendes Umfeld in Familie und durch Vorgesetzte ist, um im MINT-Bereich zu bleiben. Meine eigene Mutter hat mir, trotz schwieriger Umstände, ein Studium ermöglicht und dafür bin ich ihr bis heute sehr dankbar. Was könnte man dafür tun, mehr MINT-Frauen auszubilden und zu fördern?Um mehr Frauen für MINT zu begeistern und zu fördern, müssten wir frühzeitig in Schulen das Interesse wecken, Mentoring-Programme und Netzwerke aufbauen, flexible Arbeitsmodelle und familienfreundliche Strukturen anbieten und sichtbare weibliche Vorbilder in Führungspositionen haben. Was würdest du Mädchen und jungen Frauen raten, die eine Karriere in der Wissenschaft anstreben? Was kann ihnen Mut machen?Mädchen und jungen Frauen, die eine Karriere in der Wissenschaft anstreben, rate ich: Traut euch! Sucht euch Mentorinnen und Mentoren, knüpft Netzwerke und lasst euch nicht von Vorurteilen bremsen. Wissenschaft lebt von Vielfalt und ist ein sehr spannender und vielfältiger Bereich – eure Perspektive ist wertvoll. Hast du weibliche Vorbilder in der Wissenschaft, die dich inspirieren?Zu meinen weiblichen Vorbildern in der Wissenschaft zählen moderne Forscherinnen wie Özlem Türeci, die 2020 einen Impfstoff gegen COVID-19 entwickelt hat. Sie zeigen, dass es sich lohnt, neugierig zu sein, an sich zu glauben und dranzubleiben. Mehr zur Karriere bei UCB Mehr zu klinischen Studien bei UCB