Europäische Kommission erteilt Zulassung für Doxecitin und Doxribtimin (KYGEVVI®▼) als erste und einzige Therapie bei Thymidinkinase-2-Defizienz (TK2d)
0 Like Vielfalt sichtbar machen am IDAHOBITA: Warum LGBTQIA+ Awareness und Allyship im Arbeitsalltag wichtig sind Über den Autor: Dr. Pascal Songhet ist Head of Patient Affairs bei UCB Deutschland und Mitglied der Employee Resource Group UCB+, die sich für die Belange der LGBTQAI+ Community einsetzt. Wenn man etwas nicht kennt oder keine Berührungspunkte damit hat, entsteht oft Distanz – nicht unbedingt aus Ablehnung, sondern schlicht aus fehlender Sichtbarkeit. Genau deshalb sind Aktionstage wie der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Asexuellenfeindlichkeit (kurz: IDAHOBITA) so wichtig. Sie schaffen Awareness, bringen Menschen miteinander ins Gespräch und helfen dabei, Verständnis aufzubauen. Veränderung entsteht oft erst dann, wenn Themen sichtbar werden und persönlich greifbar sind. Solche Tage sollen aber einem auch vor Augen führen, welche Privilegien viele von uns ganz selbstverständlich erleben, während andere dafür kämpfen müssen, einfach sie selbst sein zu dürfen. Wenn man bedenkt, dass Menschen in manchen Ländern allein aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identität kriminalisiert werden oder sogar die Todesstrafe riskieren, wird klar, warum Sichtbarkeit und Solidarität weiterhin notwendig sind. Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir gesellschaftlich aktuell stagnieren, wenn nicht sogar Rückschritte erleben. Dies hängt wohl auch damit zusammen, dass andere Themen im Vordergrund stehen, die die Mehrheit beschäftigen. Gerade deshalb ist es wichtig, dranzubleiben und das Engagement für die LGBTQIA+ Community nicht als selbstverständlich zu betrachten. Allyship im Arbeitsalltag: Wie jede:r Vielfalt unterstützen kann Jeder Mensch denkt in gewisser Weise in Schubladen und Stereotypen – das ist auch ein natürlicher Mechanismus, um Informationen schneller einzuordnen. Entscheidend ist aber, diese eigenen Bilder regelmäßig zu hinterfragen: Basieren sie wirklich auf eigenen Erfahrungen oder eher auf Hörensagen und gesellschaftlichen Mustern? Oft fehlen einfach Berührungspunkte und dadurch entsteht Unsicherheit oder Hemmung. Genau deshalb hilft es, die eigene Komfortzone auch mal zu verlassen: aktiv an Aktionen teilzunehmen, den Austausch zu suchen und echte Begegnungen zu schaffen. Denn Sexualität oder Identität ist immer nur ein Teil eines Menschen. Daneben gibt es unzählige Gemeinsamkeiten – und genauso viele Unterschiede – unabhängig davon, wen jemand liebt oder wie sich jemand identifiziert. Allyship bedeutet für mich aber auch, Diskriminierung nicht einfach stehen zu lassen. Sei es durch unpassende Witze, pauschale Aussagen oder stereotype Kommentare – auch dann, wenn die betroffene Person gar nicht anwesend ist. Und natürlich gehört auch dazu, Vielfalt aktiv mitzudenken, beispielsweise im Recruiting oder bei Entwicklungsmöglichkeiten. Pride, Netzwerke und Formate: Wie Sichtbarkeit Wirkung entfaltet Das bekannteste Format der Community ist natürlich der Pride. Er schafft Sichtbarkeit und bietet Menschen die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu kommen. Nicht ohne Grund ist ein großer Teil der Besucher:innen und Teilnehmenden gar nicht selbst Teil der LGBTQIA+ Community. Genau das macht solche Veranstaltungen so wichtig. Darüber hinaus entstehen in den letzten Jahren in der LGBTQI+ Community mehr professionelle Netzwerke. Dort treffen Menschen auf andere, die ähnliche Erfahrungen oder Herausforderungen gemacht haben. Sei es das Gefühl, nicht Teil bestimmter Netzwerke oder „Inner Circles“ zu sein, weil man nicht der gesellschaftlichen Mehrheit entspricht, oder dass man auf das berühmte gläserne Dach der Karriereleiter stößt. Solche firmenübergreifenden Netzwerke können enorm stärkend sein. Gleichzeitig bieten sie auch innerhalb der Community einen Safe Space. Denn Diskriminierung, Stereotypisierung oder Ausschluss existieren leider auch innerhalb der LGBTQIA+ Community selbst. Umso wertvoller ist ein Umfeld, das bewusst inklusiv und professionell gestaltet wird. UCB beim ColognePride 2026: Vielfalt im Unternehmen sichtbar machen Ich bin sehr stolz, dass UCB Deutschland wieder bei der ColognePride am 05. Juli mitläuft. Mein Wunsch ist vor allem eine aktive Teilnahme, also nicht nur Zustimmung im Hintergrund, sondern wirklich sichtbar dabei zu sein. Dieses Jahr laufen wir wieder gemeinsam mit dem Rhein-Ruhr-Netzwerk, einem Zusammenschluss verschiedener Unternehmen aus der Region. Gerade kleinere Gruppen profitieren davon, gemeinsam Präsenz zu zeigen. Wichtig finde ich außerdem, den eigentlichen Gedanken der ColognePride nicht aus den Augen zu verlieren: Sichtbarkeit, Akzeptanz und Toleranz. Natürlich wird eine Veranstaltung dieser Größe automatisch auch kommerzieller wahrgenommen und für manche steht eher der Eventcharakter im Vordergrund. In Köln mit über 1,5 Million Besucher:innen und über 200 Gruppen ist das kaum vermeidbar – und solche Veranstaltungen müssen sich auch finanzieren. Trotzdem bleibt der Kern derselbe: sich nicht verstecken zu müssen und Vielfalt sichtbar zu machen. Genau das sollte man vom ColognePride mitnehmen. Employee Resource Groups: Wie UCB Vielfalt fördert Für mich ist es wichtig, mich im Unternehmenskontext für Themen zu engagieren, die mich persönlich bewegen. Ursprünglich war ich Gründungsmitglied des Inclusion Councils, konnte aus privaten Gründen aber damals leider nicht mehr die Zeit investieren, die ich gerne eingebracht hätte. Als sich letztes Jahr dann die Employee Ressource Group UCB+ gegründet hat, war das ein guter Moment, wieder aktiver zu werden und Sichtbarkeit sowie Vernetzung auch lokal mitzugestalten. Zuvor hatte ich bereits Berührungspunkte mit der globalen UCB+ Community und fand es schön zu sehen, wie offen und unterstützend der Austausch dort war. Mit unsere UCB+ Community in Deutschland stehen wir momentan noch relativ am Anfang. Dennoch konnten wir bereits auf Veranstaltungen wie beispielsweise der STICKS & STONES oder dem Rainbow Career Day präsent sein. Das zeigt, dass Vielfalt nicht nur intern thematisiert wird, sondern auch aktiv gestaltet wird. Gerade in einem globalen Unternehmen wie UCB ist das ein wichtiges Signal. Ich wünsche mir, dass dieses Engagement weiter wächst – vor allem mit noch mehr Kolleg:innen, die UCB+ aktiv mitgestalten möchten. Mehr über Inklusion bei UCB