7 Likes „Ein wichtiger Punkt ist es zu lernen auch „nein“ sagen zu können.“ Andrea Schütz gibt Einblicke in ihre Rolle als Leiterin eines globalen Teams in der Arzneimittelentwicklung bei UCB. Sie spricht über ihren Weg in die Naturwissenschaften, über Verantwortung in der Forschung und darüber, warum es wichtig ist, als Frau frühzeitig Führungsaufgaben anzunehmen und dabei auch Grenzen setzen zu können. Anlässlich des Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft möchten wir den Fokus auf ein zentrales Thema legen: Noch immer bleiben wissenschaftliche Potenziale ungenutzt, weil strukturelle Rahmenbedingungen Frauen davon abhalten, Karrieren in MINT-Berufen weiterzuverfolgen oder Führungsrollen zu übernehmen.Bei UCB setzen wir uns dafür ein, diese Perspektiven sichtbar zu machen. Denn Frauen wie Andrea Schütz zeigen, wie vielfältig wissenschaftliche Karrieren sein können und wie Verantwortung, Zusammenarbeit und Neugier Innovation vorantreiben. Andrea, was ist deine Rolle bei UCB?Ich leite ein globales Team, welches die Entwicklung von einem bestimmten Arzneimittel verantwortet. Dazu gehört die intern und extern validierte Entwicklungsstrategie und deren Implementierung. Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?Als Kind wollte ich entweder Müllfrau werden, weil ich den Gedanken großartig fand, hinten auf dem Müllwagen zu stehen und durch die Straßen gefahren zu werden – oder Eisverkäuferin. Wie sah dein Weg dann wirklich aus?Durch viel Lesen – ich war schon immer ein Bücherwurm – und auch durch die Schule habe ich gelernt, dass es so viele spannende Themengebiete gibt, die beruflich interessant sind. Meine Neugier für Naturwissenschaften wurde insbesondere durch eine sehr engagierte Lehrerin geweckt. Wie blickst du auf den niedrigen Frauenanteil in MINT-Fächern? Welche Erfahrungen hast du selbst gemacht bzw. von anderen mitbekommen?Es gibt leider meines Erachtens immer noch das Vorurteil, dass Frauen eher in sozialen oder pädagogischen Berufen arbeiten sollten. Sind sie dann in diesen Berufen etabliert, vermitteln sie dieses Rollenbild unbewusst der nächsten Generation. Außerdem beobachte ich, dass einige Frauen mit hervorragendem MINT-Abschluss im Beruf davor zurückscheuen, gehobene Management Funktionen anzunehmen, weil nach wie vor ein Großteil der Care-Arbeit auf ihren Schultern lastet und sie sich der Doppelbelastung nicht gewachsen fühlen. Was könnte man dafür tun, um mehr Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen, auszubilden und zu fördern?Ein großer Schritt wäre sicherlich, wenn den jungen Frauen vermittelt werden könnte, wie spannend MINT-Berufe sein können. Naturwissenschaften bieten Antworten auf (fast) alle grundlegende Fragen unseres Lebens, deshalb ist es außerordentlich spannend, diese Zusammenhänge zu verstehen. Was würdest du Mädchen und jungen Frauen raten, die eine Karriere in der Wissenschaft anstreben? Generell sollten sich junge Frauen nicht vor Verantwortung in Ausbildung und Beruf scheuen. Ein wichtiger Punkt dabei ist es zu lernen, zu delegieren - das können wir meiner Erfahrung nach von Männern lernen - und auch „nein“ sagen zu können. Es gibt gerade im Gesundheitswesen sehr viele Beispiele von erfolgreichen Frauen. Hast du weibliche Vorbilder in der Wissenschaft, die dich inspirieren?Ein großes Vorbild ist für mich Maria Reiche. Sie war eine deutsche Mathematikerin, die bereits im frühen 20. Jahrhundert mit viel Ausdauer und Leidenschaft die Nasca-Linien in Peru erforscht und erhalten hat. Ihr Engagement, ihre Beharrlichkeit und insbesondere die Neugier, sich mit einer fremden Welt gegen viele Widerstände auseinanderzusetzen beeindrucken mich sehr. Mehr zur Karriere bei UCB Mehr zu klinischen Studien bei UCB