Psoriasis (Schuppenflechte) verstehen & behandeln Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine häufige chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie verursacht oft Rötungen, Schuppen und Juckreiz und verläuft in der Regel in Schüben. Ein Schub ist eine akute Phase, in der sich die Beschwerden stark verschlimmern. Je nach Ausprägung und betroffenen Körperregionen lassen sich verschiedene Formen der Erkrankung unterscheiden.Eine frühzeitige Diagnose und eine individuell abgestimmte Behandlung können helfen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität langfristig zu verbessern. Schuppenflechte: Wichtige Fakten auf einen Blick Nicht ansteckendPsoriasis ist nicht ansteckend und wird nicht durch Berührung übertragen. Schubweiser VerlaufDie Erkrankung verläuft häufig in Schüben. Das heißt, es gibt Phasen mit stärkeren und Phasen mit geringeren Beschwerden. Trigger-FaktorenStress, Infektionen, Rauchen, Sonnenbrand oder bestimmte Medikamente können bei manchen Menschen einen Schub begünstigen. Mehr als Haut: Schuppenflechte & GelenkeBei einigen Menschen mit Psoriasis können auch die Gelenke erkranken und sich entzünden. Je früher eine Gelenkentzündung erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln und desto größer ist die Chance, Gelenkschäden zu vermeiden. Psoriasis: Symptome & Erscheinungsbild Psoriasis ist eine immunvermittelte Hauterkrankung. Bei Menschen mit Psoriasis richtet sich das Immunsystem fälschlicherweise gegen körpereigene Strukturen. Dadurch entstehen Entzündungsreaktionen, die sich vor allem an der Haut zeigen können.Charakteristisch für Psoriasis sind sogenannte Plaques. Damit sind gerötete, verdickte und schuppende Hautstellen gemeint, die häufig klar von der gesunden Haut abgegrenzt sind. Sie entstehen, weil sich die Hautzellen bei Schuppenflechte deutlich schneller erneuern als bei gesunder Haut. Die überschüssigen Hautzellen lagern sich an der Oberfläche ab und bilden die typischen Schuppen. Krankheitsentstehung und Ursachen Die Ursachen der Psoriasis sind bisher nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle, darunter eine genetische Veranlagung sowie umweltbedingte Einflüsse. Verschiedene Trigger-Faktoren (Auslöser) können dazu führen, dass die Psoriasis erstmals auftritt oder ein neuer Schub ausgelöst wird. Psoriasis: Schuppenflechte-Auslöser (Trigger-Faktoren) Zu den Trigger-Faktoren gehören unter anderem:psychische Belastung / StressInfekteÜbergewichtRauchenSonnenbrand und andere Hautreizungenbestimmte Medikamentehormonelle Veränderungen close Schuppenflechte: Formen & begleitende Erkrankungen Die häufigste Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis vulgaris, auch Plaque-Psoriasis genannt. Sie betrifft etwa 80 Prozent der Patient:innen. Typisch sind klar begrenzte, rötliche Hautareale mit silbrigen oder weißen Schuppen, vor allem an Kopfhaut, Ellenbogen, Knien oder Rücken. Seltener treten andere Formen auf; hierzu zählen:Psoriasis inversa (auch: Psoriasis intertriginosa)Tritt vor allem in Hautfalten aufPsoriasis palmoplantaris (auch: Psoriasis palmaris et plantaris)Betrifft vor allem Handflächen und FußsohlenPsoriasis pustolosaZeigt sich mit eitergefüllten PustelnPsoriasis guttataKann nach einer Infektion mit bestimmten Bakterien (Streptokokken) auftreten; vor allem bei Kindern und JugendlichenNagelpsoriasisKann Dellen, Verdickungen oder Verfärbungen der Nägel verursachenEine Schuppenflechte kann mit Begleiterkrankungen verbunden sein. Dazu gehört die Psoriasis-Arthritis. Neben den typischen Hautveränderungen treten dann zusätzlich Gelenkentzündungen mit Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auf. Diagnose der Psoriasis Bei Verdacht auf Psoriasis ist die Hautärztin (Dermatologin) oder der Hautarzt (Dermatologe) die richtige Ansprechperson. Schuppenflechte wird meist anhand der typischen Veränderungen der Haut, Kopfhaut und Nägeln erkannt. Zusätzlich kann eine kleine Hautprobe unter dem Mikroskop (Biopsie) untersucht werden. Wie wird der Psoriasis-Schweregrad bestimmt? Um den Schweregrad der Schuppenflechte zu beurteilen, nutzt man unter anderem die Body Surface Area (BSA) und den Psoriasis Area and Severity Index (PASI). Damit wird bewertet, wie viel Haut betroffen ist und wie stark die Hautveränderungen ausgeprägt sind. Der Dermatologische Lebensqualitäts-Index (DLQI) misst, wie stark sich Menschen mit Psoriasis im Alltag durch die Erkrankung belastet und beeinträchtigt fühlen. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Psoriasis? Psoriasis kann zwar nicht geheilt werden, zählt heute jedoch zu den Erkrankungen, die gut behandelt werden können. Welche Schuppenflechte-Therapie geeignet ist, sollte mit der Hautärztin oder dem Hautarzt abgestimmt werden. Dabei spielen die Stärke der Beschwerden, betroffene Körperstellen, Begleiterkrankungen, die Lebenssituation sowie persönliche Bedürfnisse und Wünsche eine Rolle. Topische Behandlung: Lokaltherapie der Psoriasis Die topische (äußerliche) Behandlung von Schuppenflechte erfolgt mit wirkstoffhaltigen Salben oder Cremes, die gezielt auf betroffene Hautstellen aufgetragen werden. Sie kann helfen,den Juckreiz zu lindern,die Entzündungen einzudämmen,die übermäßige Zellteilung zu normalisieren.Zu den eingesetzten Wirkstoffe zählen Kortison oder Vitamin D. close Lichttherapie bei Schuppenflechte Die Psoriasis-Lichttherapie nutzt gezielt UV-Licht, um Entzündungsreaktionen in der Haut zu hemmen und die beschleunigte Zellteilung zu verlangsamen.Die Behandlung erfolgt in der Regel in Hautarztpraxen oder Kliniken mit speziellen Geräten. Ein Solarium ersetzt die medizinisch kontrollierte Lichttherapie nicht. close Systemische Psoriasis-Therapie Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis oder bei besonderer Krankheitsbelastung kann eine systemische Therapie eingesetzt werden – also eine Behandlung mit Medikamenten, die als Tabletten eingenommen oder als Injektionen verabreicht werden und im ganzen Körper wirken. Je nach Situation kommen infrage:konventionelle systemische Medikamente wie Retinoide, Ciclosporin oder MethotrexatBiologika: biotechnologisch hergestellte Eiweißstoffe wie z. B. Antikörper, die gezielt bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe blockierenSmall Molecules: kleine Wirkstoffe, die in Zellen eindringen und dort Entzündungsprozesse hemmen könnenWelche systemische Therapie geeignet ist, sollte immer gemeinsam mit der behandelnden Hautärztin oder dem behandelnden Hautarzt entschieden werden. close Warum UCB über Psoriasis informiertAls forschendes biopharmazeutisches Unternehmen engagiert sich UCB seit vielen Jahren im Bereich Psoriasis. Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen mit Psoriasis ihre Erkrankung besser verstehen und ihr Leben und ihren Alltag mit Schuppenflechte bestmöglich gestalten können. Mit Psoriasis leben Schuppenflechte begleitet Patient:innen oft ein Leben lang. Manche Menschen mit Psoriasis fühlen sich kaum eingeschränkt, andere leiden stark unter den entzündlichen Hautveränderungen und dem Juckreiz. Moderne Behandlungsmethoden, eine sorgfältige Hautpflege sowie das bewusste Vermeiden bekannter Trigger-Faktoren können helfen, Beschwerden zu lindern und den Verlauf der Psoriasis-Erkrankung positiv zu beeinflussen. „Nach dem Abitur begann völlig unerwartet meine Psoriasis […]. Ich wollte mich schön fühlen, stattdessen begann ich meinen Körper immer mehr zu verstecken. Die Wendung kam erst ein Jahr später: endlich eine Diagnose, eine Studie, eine Chance. […] Heute ist meine Haut deutlich besser, aber nicht perfekt. Und ehrlich? Das spielt für mich keine Rolle mehr. Mein wichtigster Tipp: Erlaube dir deine Gefühle, fang klein an, und such dir Menschen, die dich wirklich verstehen.“ Hautschutz & Hautpflege bei Psoriasis Bei Psoriasis ist die Haut häufig trocken, empfindlich und anfälliger für kleine Verletzungen. Eine gute Hautpflege kann den Hautzustand verbessern und so das Wohlbefinden unterstützen.Für die tägliche Pflege empfehlen sich:kurze, lauwarme Duschen statt langer, heißer Bädervorsichtiges Abtupfen der Haut statt starkem Reibenregelmäßiges Eincremen mit rückfettenden oder feuchtigkeitsspendenden ProduktenLicht und Luft an die Haut lassen, aber mit ausreichendem Sonnenschutz close Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit Menschen mit Psoriasis können ihren Kinderwunsch heute in vielen Fällen erfüllen. Da nicht alle Medikamente für die Anwendung während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit geeignet sind, sollte frühzeitig mit der behandelnden Hautärztin oder dem behandelnden Hautarzt besprochen werden, welche Therapien in diesen Lebensphasen möglich sind. Je nach Situation sollte auch die Frauenärztin oder der Frauenarzt einbezogen werden. close Unterstützung & Selbsthilfe bei Schuppenflechte Der Austausch mit anderen Patient:innen kann helfen, den Alltag mit Psoriasis besser zu bewältigen. Patient:innenorganisationen und Selbsthilfegruppen bieten Unterstützung durch Erfahrungsaustausch, Beratung und Informationen. Deutscher Psoriasis Bund e.V. Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) ist ein bundesweit aktiver gemeinnütziger Verein von und für Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis / Psoriasis-Arthritis). Der DPB stellt zu vielen verschiedenen Themen rund um die Erkrankung aktuelle, unabhängige Informationen bereit und bietet Workshops, Seminare sowie Treffen zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch an. close Psoriasis-Netz Das Psoriasis-Netz bietet auf seiner Plattform Wissen und News rund um die Erkrankung, fördert den Austausch zwischen Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis / Psoriasis-Arthritis) und gibt Hinweise zu Veranstaltungen. close „Bitte berühren“ – Wissen, Perspektiven & persönliche Geschichten „Bitte berühren“ ist eine Kampagne für Menschen mit sichtbaren, chronischen Hauterkrankungen – und für alle, die ihnen nahestehen. Sie zeigt Möglichkeiten rund um Unterstützung und Selbsthilfe auf, gibt praktische Tipps für den Alltag und teilt persönliche Geschichten von Patient:innen. close Informationsmaterialien zu Psoriasis zum Download In unseren Patient:innenbroschüren zum Download finden Sie hilfreiches Wissen rund um die Erkrankung Psoriasis. Jetzt Broschüre downloaden Hinweis Bitte beachten Sie, dass wir Fragen zu Ihrer individuellen Therapie weder beantworten können noch dürfen – das kann nur Ihre behandelnde Ärztin / Ihr behandelnder Arzt. close UCBCares steht Ihnen für Fragen rund um unsere Produkte zur Verfügung. UCBCares kontaktieren Häufige Fragen (FAQs) zur Schuppenflechte Wer erkrankt an Psoriasis? Im Prinzip kann jeder Mensch, der die Veranlagung in sich trägt, in jedem Alter eine Psoriasis entwickeln. Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig. In zwei Altersphasen tritt die Psoriasis besonders häufig zum ersten Mal auf: in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter und zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. close Welche Rolle spielt Ernährung bei Schuppenflechte? Es gibt keine Psoriasis-Diät. Als günstig gelten viel Gemüse, Vollkornprodukte, hochwertige Fette und Omega-3-reiche Lebensmitteln. Welche Lebensmittel individuell guttun, sollte bei Bedarf mit der Hautärztin oder dem Hautarzt beziehungsweise einer ernährungstherapeutischen Fachperson besprochen werden. close Was ist beim Reisen mit Psoriasis zu beachten? Für Menschen mit Psoriasis ist eine gute Reisevorbereitung wichtig. Dazu gehören ausreichend Medikamente und Pflegeprodukte, ein passender Sonnenschutz und eine auf das Reiseziel abgestimmte Hautpflege. Bei einer systemischen Therapie, offenen Hautstellen oder besonderen Reisezielen sollten Infektionsrisiken, Impfungen und Vorsichtsmaßnahmen mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden. close Quellenangaben: Deutscher Psoriasis-Bund e. V. Wissen: Psoriasis. Letzter Zugriff: August 2026.Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Psoriasis – Schuppenflechte der Haut. Letzter Zugriff: August 2026Erstellt von der medizinischen Fachredaktion | Wissenschaftlich geprüft durch das Medical-Affairs-Team der UCB Pharma GmbH DE-DA-2600275. Letzte Aktualisierung im Oktober 2026.